Einigungshilfe

Unternehmens-Übergaben gut regeln mit Mediation

Unternehmensübergaben stellen besondere Herausforderungen an alle Beteiligten – und noch mehr, wenn es um eine Übergabe innerhalb der Familie geht. Oft hat der Unternehmensinhaber die Firma gegründet, jedenfalls mit viel Engagement über viele Jahre geführt, und dafür auf vieles andere verzichtet. Natürlich will er sein Lebenswerk gut fortgesetzt sehen – am liebsten in den Händen der eigenen Kinder, oder durch einen ausgewählten Nachfolger.

Der oder die Nachfolgerin hingegen arbeitet wahrscheinlich schon lange auf dieses Ziel hin: In die Firma hineinzuwachsen, die Leitung zu übernehmen und eigene Vorstellungen umzusetzen. Auch er oder sie hat dafür auf andere Lebensentwürfe verzichtet.

Viel externer Sachverstand durch Steuerberater, Rechtsanwälte, Unternehmensberater wird in diesem Zusammenhang regelmäßig zurate gezogen, und zunehmend auch: kommunikativ geschulte Mediatoren. damit können die anstehenden Auseinandersetzungen und Konflikte gut bewältigt werden. Denn ein Wechsel an der Führungsspitze kleiner und mittlerer Unternehmen ist regelmäßig eine große Veränderung – für den abgebenden Unternehmensinhaber, für den Nachfolger oder die Nachfolgerin, und nicht zu vergessen: für die Mitarbeiter und das Unternehmen als Ganzes.

Langjährige Erfahrung und detaillierte Kenntnisse des Unternehmens und des Marktes beim Unternehmensinhaber treffen auf frische Kraft und neue Ideen bei der Nachfolgerin. Verschiedene Vorstellungen zur Personalführung, zur Unternehmensstrategie und vielen anderen Themen prallen aufeinander und können irritierende Konflikte verursachen, die keiner gewollt hat. Dabei sind alle Akteure aufeinander angewiesen und könnten sich gut ergänzen: Welch Chance für das Unternehmen, wenn fundierte Erfahrung und neue Ideen, gewachsene Seniorität und frische Kraft zusammenfinden!

In einer Mediation können Sie – bei aller Unterschiedlichkeit – wieder zusammenfinden und die Übergabe auf einen guten Weg bringen: Alle Themen, die dafür wichtig sind, werden besprochen, die Ressourcen aller Beteiligten genutzt und neue Ideen entwickelt, um mit tragfähigen Verabredungen die Übergabe weiterführen zu können oder ggf. eine andere Lösung zu entwickeln. Auch damit verbundene emotionale Themen können angesprochen und bereinigt werden, wie sie zwischen sich nahestehenden Menschen nicht ausbleiben.

In vielen Fällen ist eine einzige Mediationssitzung von ein oder zwei Tagen ausreichend; gerne bieten wir Ihnen aber auch eine längerfristige Begleitung an. Sprechen Sie uns an!

Was brauchen Unternehmensgründer und Nachfolgerin?

„Was ein Unternehmensgründer tief drinnen braucht, sind typischerweise: Respekt und Anerkennung für ein Lebenswerk. Um es loslassen zu können, muss er sicher sein, dass es gut aufgehoben ist. Was also kann eine Nachfolgerin tun, um diese Sicherheit zu geben?

Andererseits wird oft vergessen, wie viel Leistung die Nachfolgerin schon investiert hat. Da hat sich jemand im Extremfall von Kindesbeinen an für ein Unternehmen entschieden, jahrelang mitgearbeitet und musste sich lange unterordnen. Was kann also der Gründer tun, um ihr Wirkungsfreiheit zu geben?“

Dr. Jürgen von Oertzen im Fernsehen der Neuen Zürcher Zeitung: „Lust oder Last? Erbe verpflichtet“